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Fundstücke

Fundstück Nr. 26: Gesundheitskompetenz bei Menschen mit Migrationshintergrund fördern

Eine geringe Gesundheitskompetenz ist folgenreich: Die Menschen verhalten sich ungesünder und schätzen ihre Gesundheit schlechter ein. Zudem nutzen sie das Gesundheitssystem intensiver, indem sie z.B. die Notfalldienste häufiger aufsuchen.

Der am 17.01.2022 erschienene Bericht zur Gesundheitskompetenz von Menschen mit ex-sowjetischem und türkischem Migrationshintergrund zeigt einmal mehr, dass ein Teil dieser Bevölkerungsgruppen spezifische Unterstützung im Umgang mit Gesundheitsinformationen bedarf. Er unterstreicht aber auch, dass Menschen mit Migrationshintergrund mit Blick auf ihre Gesundheitskompetenz nicht pauschal als vulnerable Gruppe bezeichnet werden können, sondern differenziert zu betrachten sind.

Lesen Sie hier diesen aktuellen Bericht des Interdisziplinären Zentrums für Gesundheitskompetenzforschung der Universität Bielefeld. Er beginnt mit einer Zusammenfassung und den wichtigsten Ergebnissen im Überblick. Bei Fragen zu Seminaren und Workshops zum Thema „Gesundheitskompetenz“ steht Ihnen unsere Kollegin Yvonne Adam gerne zur Verfügung.

Studie HLS MIG Gesundheitskompetenz Jan.2022

 

Fundstück Nr. 25: Humor als Brückenbauer

Unsere heutige Gesellschaft zeichnet sich durch eine zunehmende Diversität aus und die Auseinandersetzung mit interkulturellen Missverständnissen fordert uns immer wieder aufs Neue heraus. Hier kann Humor eine unterstützende Funktion einnehmen, indem er uns hilft, mögliche Unsicherheiten und Ängste vor „Fremdem“ in Neugierde zu verwandeln und damit die Voraussetzungen für einen Perspektivenwechsel zu schaffen.

Anknüpfend an unser vorletztes Fundstück zum Thema „Humor in der Pflege“ möchten wir Sie heute auf einen Vortrag (TEDx Talks) von Piotr Pluta mit dem Titel „Intercultural guide to humor (at home and abroad)“ aufmerksam machen, der anhand zahlreicher praktischer Beispiele sehr anschaulich die Rolle von Humor als Brückenbauer in der interkulturellen Verständigung verdeutlicht.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Zuhören!

 

 

 

Fundstück Nr. 24: Gesundheitsinformation verstehen und anwenden können

Die Corona-Pandemie zeigt uns einmal mehr, wie wichtig es ist, verständliche Gesundheitsinformation zu erhalten, um für uns selbst und unsere Angehörigen gesundheitsbezogene Entscheidungen treffen zu können. Unter dem Stichwort „Gesundheitskompetenz“ sammeln sich Studien und Initiativen, die Lage für die deutsche Bevölkerung zu verbessern – wir haben Ihnen im Fundstück 18 den Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz vorgestellt. Heute wollen wir Sie auf die im Februar erschienene Folgestudie zur Gesundheitskompetenz in Deutschland hinweisen, die auch einen Vergleich der Gesundheitskompetenz vor und während der Corona-Pandemie enthält.

Zudem hat unsere Kollegin Yvonne Adam an einem Bericht zur Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund mitgewirkt. Darin zeigt sich, dass türkisch- und russischsprachige Frauen der mittleren Generation sehr versiert sind im Umgang mit Gesundheitsinformation und nicht zuletzt durch ihre doppelte Sprachkompetenz Angehörige im Gesundheitsverhalten und in der Entscheidungsfindung unterstützen. Eine Förderung ihrer Mittlerinnen-Funktion kann die Gesundheitskompetenz der ganzen Familie stärken.

Bericht Studie Gesundheitskompetenz HurrelmannBericht Studie Gesundheitskompetenz YA

 

Fundstück Nr. 23: Pflege Deinen Humor

Vor allem im fordernden Pflegealltag ist eine (selbst-)wertschätzende soziale Humorkultur sehr von Vorteil. Sie stärkt Bewohner*innen, Patient*innen und Kolleg*innen, schenkt Zuversicht und Energie in schwierigen Zeiten und Situationen. Keine Bange, liebe Leser*innen: Eine humorvolle Grundhaltung ist erlernbar! Kultivieren Sie eine spielerische Haltung in der Pflege. Einen erprobten Praxistipp, den wir von einer Teilnehmerin unseres Humorkurses an Sie weitergeben wollen, geht wie folgt: Überkleben sie die Etiketten der Getränkeflaschen mit „Gesundheit“, „Liebe“ und „Humor“ und fragen dann die Bewohner*innen oder Patient*innen, was Sie denn heute gerne zu trinken hätten. Die humorvolle und positive Umdeutung kreiert ein Spielfeld, einen neuen Raum, in den Sie andere Menschen einladen, an dem Spaß teilzuhaben. So wird es möglich, das Tatsächliche für einen Moment zu vergessen, zu entspannen und so ein Lächeln in die Gesichter zu zaubern.